12 Mai, 2017

Me Time: Meine Laserbehandlung


Heute möchte ich mit euch meine Erfahrung über eine „dauerhafte“ Haarentfernung teilen. 
Ich leide schon seit Jahren an einer genetisch vererbten Hormonstörung, weshalb ich an einem starken Haarwachstum leide. Vor 2 Jahren habe ich mich dann dazu entschieden mich einer „dauerhaften“  Haarentfernung im Gesicht zu unterziehen. 

Ich informierte mich über die verschiedenen Laserarten, sowie die möglichen Nebenwirkungen und  die Preise. Dabei lernte ich das die Behandlung am besten auf heller Haut und dunklen Haaren wirkt. Jedoch gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit blonde Haare und auch dunkle Haut zu behandeln. Sowohl mit Laser als auch mit IPL können Haare dauerhaft entfernt werden, so dass Versprechen. Tatsächlich hängt es von eurem Hormonhaushalt ab, wenn ihr vorhabt in nächster Zeit schwanger zu werden ist es nicht die Lösung. Welcher der beiden Lasermethoden für euch geeignet ist , hängt von eurem Hauttyp und eurer Haarfarbe ab. „Die Nebenwirkungen sind sehr gering, Narben sind möglich“ so jedenfalls mein Arzt.
Bei der Suche nach einem Ort habe ich im Internet recherchiert und habe gesehen, dass viele Friseure und Beauty Salons auch Laserbehandlungen anbieten. Ich bin zu einem Arzt gegangen, da ich mich dabei am sichersten fühlte. Dabei würde ich euch dringend ans Herz legen vorher ein Beratungsgespräch abzumachen und sich die Räume anzuschauen, ob sie auch sauber sind. Außerdem solltet ihr viele Fragen stellen, und euch den Ablauf nochmal genau erklären lassen. 
Da ich ein so genannter Idealkandidat bin, habe ich mich beraten lassen und mich für den Alexandrit Laser entschieden. Dieser übertraf das IPL System und erzielte bessere Ergebnisse. Bei dem Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass ich wegen meiner Hormonstörung niemals „Haarfrei“ sein werde, jedoch sich die Haare sich extrem reduzieren werden. Das hörte sich Vielversprechend an. 
Als es um den Preis ging habe ich von meinem Arzt einen Studentenrabatt erhalten. Eine Sitzung kostet durchschnittlich 99€ für das gesamte Gesicht, je nachdem wo und was ihr behandeln wollt ändert sich der Preis natürlich. Ich habe mit dem Studentenrabatt 89€ bezahlt für jede Sitzung. Dabei bieten die meisten Studios aus Pakete an, die bereits 6 Behandlungen enthalten für einen günstigeren Preis.
Vor der Behandlung soll man die behandelnden Stellen, mindestens vier Wochen vorher nicht mehr epilieren oder wachsen sondern nur rasieren. Damit der Haarfolikel mit Wurzel nachwachsen kann. Am Tag des Termins sollte man die behandelnde Stelle rasieren. Im Gesicht kann man das machen, muss man aber nicht. Vor allem kann man sich dadurch bei den nächsten Behandlung genau ansehen wo es anschlägt und gezielter arbeiten. Natürlich darf man kein Make-Up tragen, hat aber auch die Möglichkeit sich im Notfall dort abzuschminken.
Kleiner Tipp: Die Behandlung soll bessere und schneller Ergebnisse erzielen, wenn man viel Wasser trinkt. 
Vor meiner ersten Behandlung hatte ich ziemlich viel angst, wegen den Schmerzen aber die Freude auf ein Haarfreies Gesicht war größer. 
Nun zum Ablauf einer Behandlung:
Zunächst einmal müsst ihr euch eine spezielle Brille aufsetzen, diese soll eure Augen schützen während der Behandlung. Der behandelnde Arzt sieht sich noch einmal eure Haut an und analysiert sie. Wir haben uns entschieden langsam anzufangen, also auf einer niedrigen Stufe. Er zeigte mir dann, auf meinem Handrücken, wie sich so ein Laserstoß anfühlt. Die Schmerzen sind ertragbar, ähnlich wie bei einem Tattoo. Dann ging es auch schon los, bei mir dauerte eine Behandlung ungefähr 15 Minuten. Danach hat man die Möglichkeit, sich sein Gesicht im Spiegel anzusehen und Stellen die vielleicht vergessen worden sind nachzubehandeln. Nach der Behandlung habe ich Feuchte Tücher bekommen und Aloe Vera Gel zur Beruhigung. Die Stelle ist natürlich rot nach der Behandlung, vor allem bei sensibler Haut. Deshalb würde ich euch empfehlen, danach nichts mehr zu machen. Außerdem ist es sehr wichtig, während des Behandelnden Zeitraumes viel Sonnencreme aufzutragen, mindesten SPF 50. Dabei reicht eine ganz normale Sonnencreme von der Drogerie aus. Make-up nach der Behandlung aufzutragen würde ich euch nicht empfehlen, da die Poren „offen“ sind neigt man schneller zu unreiner Haut. Auch muss ich euch auf den Geruch aufmerksam machen, es riecht nach verbranntem Haar!
Es kann des Weiteren zu eingewachsenen Haaren kommen, weshalb man nach einpaar Tagen zur Vorbeugung ein sanftes Peeling benutzen sollte. So wie viel Feuchtigkeit seiner Haut geben muss, durch Masken und Cremes. Ich habe während der Behandlung gerne zur Feuchtigkeitsspende kaltgepresstes Bio-Mandelöl benutzt. 
Das alles konnte mich nicht abschrecken, also bin ich immer weiter zur Behandlung gegangen. 
Der Abstand zwischen den Behandlung wird nach der Anzahl eurer Behandlungen immer weiter gesteigert, am Anfang beträgt sie ungefähr 4 Wochen. 
Kleiner Tipp: Es ist besser sich nur von einer Person behandeln zu lassen, damit die Person eure Haut und euren Fortschritt genau beobachten kann und dementsprechend das Gerät einstellen kann.
Nach der drei Behandlung habe ich plötzlich festgestellt, dass ich Haarwuchs an Haarfreien stellen bekommen habe. An meinem nächsten Termin fragte ich daraufhin meinen Arzt. Dieser erklärte mir, dass durch die Wärme des Lasers nicht nur die Wurzel von Haarfolikel geschwächt wird, sonder auch „inaktive“  Haarwurzeln stimuliert werden können. Die Angst das die Behandlung nicht bei mir anschlägt übertraf mich. Trotzdem verlor ich nicht die Hoffnung. Insgesamt habe ich mich 18 Behandlungen unterzogen. Man bedenke ich sollte bereits nach 10 „Haarfrei“ sein, höchsten 12. Auf Dauer wurde das, dann natürlich teuer. 
Ja, ich war Haarfrei aber nur bis zur nächsten Behandlung, also 6 Wochen. Außerdem wuchsen Haare an neuen Stellen. Letztendlich war es für mich finanziell nicht mehr machbar, weshalb ich die Behandlung nach 18! Sitzungen beendet habe. 
Jetzt bin ich 1.600€ ärmer und behaarter als vorher, Danke! 
Für mich hat es nicht funktioniert. Ich will trotzdem niemandem die Hoffnung nehmen, nur warnen dass es nicht klappen muss und es ein Risiko ist. Es gibt Fälle in denen es funktioniert, es gibt aber auch genügend in denen es nicht funktioniert. 
Für mich ist es nun eine Erfahrung die ich gemacht habe auf der Suche nach der „perfekten“ Haut.
Wenn ihr noch Fragen habt oder eure Erfahrung teilen wollt, dann hinterlasst mir doch einen Kommentar.